Zwei starke Frauenstimmen und die Notwendigkeit, andere Geschichten zu erzählen.
Zitat
1970, im „Jahr der sexuellen Revolution”, hielt die Journalistin und Aktivistin Gloria Steinem (1934-2026) eine Rede vor den Absolvent:innen des Vassar College im Staat New York. Sie schilderte darin ihr Credo, Feminismus sei humanistisch, also für die Befreiung aller gedacht, und zeigte Parallelen zwischen unterschiedlichen Formen von Unterdrückung auf. Eines ihrer Themen war die Wichtigkeit von Frauengeschichte(n) für die Errichtung einer gerechten Gesellschaft. Vierzig Jahre später hielt die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie (*1977), Autorin von „Americanah”, „Die Hälfte der Sonne”, “Dream Count” u.a., den viel beachteten Vortrag „The Danger of a Single Story”, in dem sie die Wichtigkeit unterschiedlicher Erzählungen schildert – im Sinne des Weltverständnisses, aber auch um Machtstrukturen zu hinterfragen und Menschlichkeit und Würde zu sichern. Beide Rednerinnen überzeugen durch die Klarheit ihres Denkens, das Eingestehen eigener Fehler und den Humor, mit dem sie allen Schwierigkeiten begegnen.
Saskia Klar, dem Wortwiege-Publikum schon lange vertraut, verkörpert die junge Gloria Steinem, während während Jamie Petutschnig die afrikanische Autorin auf die Bühne bringt.
Zur Einordnung und Analyse dieser unterschiedlichen Diskurse freuen wir uns, die Schriftstellerin, Dramatikerin und Kolumnistin Julya Rabinowich an unserer Seite zu haben.
Sa 20. Februar 2027 (19:30)
Bahngasse 27, 2700 Wiener Neustadt
ca. 1 Std 30 Min, keine Pause
Regulär: € 40,- (freie Platzwahl)
Early Bird (bis 31.12.2026):
Regulär: € 35,- (freie Platzwahl)
U30-Ticket: € 8,-
Weitere Ermäßigungen siehe hier
Schauspiel: Saskia Klar, Jamie Petutschnig
Gesprächsgast: Julya Rabinowich
Einrichtung: Jérôme Junod
Moderation: Anna Luca Krassnigg
Kostüm: Antoaneta Stereva Di Brolio
Maske: Henriette Zwölfer
Eine Produktion der Wortwiege, gefördert durch das Land Niederösterreich und die Stadt Wiener Neustadt.
Im Gespräch. Dramaturg und Autor Peter Roessler über den Wiener Kasperl, die Faszinationskraft des Grauens und wie Geschichte in der Gegenwart (und darüber hinaus) wirkt.
© Victoria Nazarova