Sa 7. März 2026 | 13:30-17:30
Sa 14. März 2026 | 13:30-17:30
Bahngasse 27, 2700 Wiener Neustadt
4 Stunden pro Tag
Preis pro Teilnehmer:in:
€ 60 für einen Tag
€ 100 für beide Tage
In einem zweitägigen Workshop werden Theaterinteressierten die Prinzipien und Spielregeln der dramatischen Praxis anhand der Tragödie des Sophokles nahegebracht.
Sie wollten schon immer wissen, wie Theaterpraktiker:innen an Stücktexte herangehen? Wie man jahrhundertealten Texten gegenwärtiges Bühnenleben entlockt? An zwei Samstagnachmittagen haben Sie die Gelegenheit, wichtige Etappen des Theatermachens zu erfahren: Hintergründe zum Verständnis des Stückes, Analyse des Textes, Körper- und Stimmübungen sowie gemeinsames Ausprobieren, mythischen Figuren eine Stimme zu verleihen. In Zusammenarbeit mit den erfahrenen Dozent:innen Jérôme Junod, Marie-Therese Handle-Pfeiffer und Anna Luca Krassnigg bekommen Sie praktische Einsicht in die Kunst, lebendige Momente zu gestalten, sich fremde Geschichten anzueignen und somit Theater von einer handwerklichen Perspektive kennenzulernen.
Der Workshop ist für alle Theaterinteressierten offen, keine Vorerfahrung nötig. Es wird empfohlen, beide aufeinander aufbauende Teile zu besuchen. Bei großem Interesse und kleinem Zeitbudget ist auch ein Einzeltag buchbar.
Anmeldungen ab sofort an werkstatt@wortwiege.at
Anzahl der Teilnehmer:innen: max. 15
Preis pro Teilnehmer:in: € 60 für einen Tag, € 100 für beide Tage
Konzeption und Leitung: Jérôme Junod
„Antigone“ von Sophokles
Sophokles (497-406 v.Chr.) ist neben Aischylos und Euripides einer der bedeutendsten antiken Theaterautoren, deren Werke bis heute überlebt haben und auf der ganzen Welt inszeniert werden. Antigone, Tochter von Ödipus und Iokaste, verstößt gegen das königliche Verbot, ihren gefallenen Bruder Polyneikes zu bestatten. Dieser hatte, aus der Heimatstadt verbannt, gegen dieselbe Krieg geführt. König Kreon, der erst vor Kurzem den Thron bestiegen hat, bestraft Antigones Vergehen ungewöhnlich hart.
Sophokles zeigt den Urkonflikt zwischen dem politischen und dem ethischen Gesetz. Der Spielplan 2026 ist dem berühmten zweiten Chorsatz aus der Antigone gewidmet: „Ungeheuer ist viel, und nichts ungeheurer als der Mensch.“